Mittwoch, 15. Juni 2011

Exkurs ins Vogtland

Dank einer Hochzeit lernten wir das malerische Vogtland (knapp vor der tschechischen Grenze) kennen - und dabei den Gasthof "Zur Talsperre" in Poppengrün (ich konnte leider keine Website finden, also hier die Adresse: Oelsnitzer Straße 73, 08223 Neustadt/Vogtland).
Um in den Genuss einer der vogtländischen Spezialitäten zu kommen, bekam ich als Vegetarier ein neu-kreiiertes Gericht: "Griegeniffte mit Rahmchampignons". Hinter diesem für "Hochdeutsche" unaussprechlichen Gericht verbergen sich "grüne Kartoffelklöße", die aus rohen Kartoffeln zubereitet werden (aus dem Teig der rohen Kartoffeln machen die Vogtländer anscheinend entweder "Griegeniffte" oder "Bambes" - Kartoffelpuffer).


Zu den Klößen wurden die klassischen Rahmchampignons serviert - dachte ich! Beim ersten Bissen offenbarte sich ein geschmackliches Highlight, denn die Champignons waren nicht 0/8/15 mit Salz, Pfeffer und der obligatorischen Petersilie gewürzt, sondern mit allerlei Kräutern und vor allem Thymian - diese Kombination war mir neu, aber ich werde sie definitiv wieder einsetzen!
Eine weitere Überraschung zeigte sich im Inneren der Klöße: geröstete Semmelbrösel verwandelten auch hier die Hausmannskost in eine ganz neue Erfahrung und erinnerten mich an die "Arme-Leute-Suppe", die es daheim zu Weihnachten immer gibt...

Und auch die traditionell vogtländische Fleischvariante kam äußerst gut an: "Griegeniffte mit Rotkohl und gespicktem Rinderbraten". Auch hier waren durchweg alle von den "grünen Klößen" und vor allem dem eindeutig selbstgemachten Rotkohl. Und wie mein Freund mehrfach begeistert wiederholte: Das Fleisch war soooo zart, dass man nicht mal ein Messer bräuchte...

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